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e.V.
Literaturhinweise
- Hamel,
Dr. Ilse: Das Meerschweinchen, Gustav Fischer Verlag, Jena,
1990, 1. Auflage. Das Buch beschreibt anschaulich und ausführlich
die meisten Krankheiten, an denen Meerschweinchen leiden können,
biologische Daten, Besonderheiten der Meerschweinchenanatomie,
sowie Futterzusammenstellung und Haltungsansprüche der Meerschweinchenartigen.
Leider sind einige Passagen wegen nicht näher erläuterten medizinischen
Begriffen für den Laien schwer verständlich. Wer kennt schon
den Unterschied zwischen grampositiven und gramnegativen Bakterien.
Hier
zeigt sich: Zielkonsumenten dieses handlichen, gebundenen Buches
sind, wie die Autorin selbst, Vererinärmediziner oder verwandte
Naturwissenschaftler und ambitionierte Züchter. Dennoch ist
der allgemeine Teil (1/3 des Buches), auch wenn nicht alles
auf Anhieb klar wird, jedermann, der sich intensiv mit seinem
Haustier auseinandersetzen will, zu empfehlen.
- Horst
Bielfeld: Meerschweinchen, GU-Verlag, München, in den meisten
Zoohandlungen zu beziehen. Ein nettes Bilderbuch, aber nicht
sehr informativ. Einige Aussagen sind schlichtweg falsch (uns
lag nur die 87er Ausgabe vor, vielleicht hat sich ja inzwischen
etwas verbessert...), und viele der hübschen Zeichnungen verwirren
eher, als daß sie aufklären. Allerdings ist das Buch gerade
aber auch wegen einiger der vielen Zeichnungen selbst einem
Kind verständlich. Nur schade, daß darüber eine korrekte Recherche
zu spezielleren Themen wie Anatomie, Rassen und Krankheiten
vernachlässigt wurde.
- Ilse Pelz:
Mehr über Meerschweinchen, Oertel und Spörer Verlag, Reutlingen.
Mehr über Meerschweinchen, Rassen, Haltung, Vererbung ist meines
Erachtens eines der geeignetsten Bücher für den Meerschweinchenliebhaber.
Die hierin enthaltenen Informationen in Wort und Bild spiegeln
eine fundierte Recherche und ein starkes Einfühlungsvermögen
der Autorin in die Materie wider. Auch trifft der interessierte
Leser in diesem Buch erstmalig auf detaillierte Vererbungsgesetze
für Fellfarben und -strukturen. Einziges Manko: Ein bißchen
mehr an Erklärung hätte bei der Vererbung der Fellfarben nicht
geschadet. Für den Meerschweinchenzüchter ist Ilse Pelz Aufbauliteratur
sicherlich ein Muß, aber auch für Liebhaber der kleinen Nager
ein informatives Werk.
- Ratgeber
Meerschweinchen von Gaby Prust, erschienen im bede-Verlag. Gaby
Prust, selbst seit mehreren Jahren Züchterin und Preisrichterin
hat mit dem zugegebenermaßen recht teuren DIN A4-Buch ein sehr
empfehlenswertes Nachschlagewerk geschrieben. Der Liebhaber
entdeckt auf vielen Farbfotos wahrhaft schöne, dem Rassestandard
entsprechende Tiere, die in der vollen Farbpalette präsentiert
werden. Neben den von der Autorin selbst gezüchteten Schoko-Meerschweinchen
entdeckt man vorzügliche Tiere in creme, salmagouti, silberagouti,
schwarz, slate blue, etc. Auch etliche Langhaartiere sind abgebildet.
Letztere sogar in Show-qualität, dies bedeutet in voller Haarlänge.
Solches erreicht man jedoch nur, indem man das Fell des Tieres
wickelt und so vor Verunreinigungen und am Boden schleifen schützt.
Es erscheint uns allerdings fraglich, ob das Meer-schweinchen
von solcherlei frisierendem Unsinn begeistert ist. Die Haltungstipps
sind umfassend und das Wichtigste wird kurzgefaßt in farbigen
Kästen herausgestellt. Gerade wegen der vielen Bilder ist der
Ratgeber Meerschweinchen auch für Kinder sehr anschaulich.
- Gesellige
Meerschweinchen von Peter Beck, Kosmos-Verlag. Ein sehr geeignetes
Buch für Liebhaber. Es enthält ausführliche Hinweise zu Haltung,
Unterbringung, Pflege und Eigenheiten der Meerschweinchen. Dem
Thema Kinder und Meerschweinchen wird viel Platz eingeräumt.
Auf Krankheiten und Rassen wird jedoch nur recht dürftig eingegangen.
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