Haltung und Unterbringung:
Meerschweinchen
sind sehr gesellig. In Einzelhaltung sind sie unterfordert und
können im schlimmsten Fall seelischen Schaden nehmen. Daher empfiehlt
es sich, mindestens zwei Meerschweinchen zu halten.
Ob man zu zwei gleichgeschlechtlichen Partnern oder einem Pärchen
tendiert, ist Geschmacksache.

Zwei
Weibchen vertragen sich in der Regel genauso gut wie zwei Böckchen,
sofern beide jung zusammenkommen oder zu einem bereits ausgewachsenem
Tier ein noch nicht geschlechtsreifes dazu gesellt wird. Ganz
verallgemeinernd läßt sich sagen, daß Weibchen, insbesondere wenn
sie gerade brünstig sind, gerne mal zickig werden und ihre Käfiggenossen
herumschubsen oder auch mal zwicken. Männchen sind forscher, weniger
launenhaft und neugieriger als Weibchen.Sie
werden daher oft schneller zahm. Auch im Körperbau gibt es Unterschiede.
So werden Männchen meist etwas größer und schwerer.
Als Unterbringung
dient entweder ein handelsüblicher Käfig für Meerschweinchen oder
Zwergkaninchen, der mindestens die Maße 1 x 0,5 m aufweisen sollte
oder ein selbstgebautes Gehege.
Hält man ein Pärchen, so ist es sinnvoll, will man nicht mehr
und mehr Meerschweinchen, den Bock zu kastrieren. Dies läßt man
am besten nach Eintritt der Geschlechtsreife des Tieres (mit 13
Wochen, aber lieber später, denn je größer das Tier, desto weniger
Risiko bei der Narkose) von einem Tierarzt vornehmen, der mit
Kleintieren Erfahrung hat. Wird der Bock vorher kastriert, entwickelt
er nicht die typischen Bockmanieren, sondern wird oft träge und
fett.
Der Zoofachhandel
bietet mittlerweile eine große Auswahl an Käfigen und Zubehör
an. Es gibt zweistöckige Käfige, viereckige, Boxen für Außenhaltung,
praktische Futternäpfe und Trinkflaschen usw. Meist findet sich
für jeden eine geeignete Lösung. Meerschweinchen fühlen sich auch
in Außenhaltung wohl, wenn sie immer einen warmen, vor Zugluft
geschützten Raum zur Verfügung haben. Dies kann ein umgebauter
Kaninchenstall oder auch ein gut isoliertes Holzhäuschen sein.
Auch muß der Auslauf gegen mögliche Eindringlinge (Katzen, Raubvögel,
Marder) gesichert werden. Zwar macht den Tieren auch klirrende
Kälte nichts aus, wenn sie sie gewohnt sind, doch feuchte Kälte
führt schnell zu Erkältungen oder Lungenentzündung. Auch ist es
nicht jedermanns Sache, bei minus 10 Grad Celsius Streicheleinheiten
zu verteilen.
Wer jedoch
die Möglichkeit hat, seine Schweinchen im Frühjahr/Sommer tagsüber
in den Garten auszulagern und mit Beginn des Schmuddelwetters
ins Geschützte zu holen, tut seinen Tieren sicher einen großen
Gefallen. Meist können ja die Gehege draußen großzügiger gestaltet
werden als drinnen.
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