Allgemeines:
Autoren:
Eva Fuchs und Dirk Stephan
Meerschweinchen
sind tag- und dämmerungsaktive Tiere. Sie gehören zur Familie
der Caviidae, der bodenbewohnenden Nagetiere Südamerikas.
Die Stammform
des bei uns bekannten Heimtiers ist das Cavia aparea porcellus,
das Höhlenschweinchen.
Der
deutsche Name Meerschweinchen bezieht sich zum einen auf die Herkunft
(über das Meer) und zum anderen auf die z.T. recht durchdringenden,
quietschenden, wohl schweineähnlichen Lautäußerungen des Tieres.
Im Englischen heißt das Meerschweinchen guinea pig (pig = Schwein).
Meerschweinchen sind Fluchttiere. Da sie nicht mit Klauen und
Reißzähnen bewaffnet sind, suchen sie ihr Heil auch im sicheren
Käfig oft in der Flucht. Richtig zahm, d.h. völlig angstfrei im
Umgang mit dem Menschen werden sie nur bei sehr behutsamem Umgang.
Manchmal gibt
es aber auch schreckhafte Tiere, die niemals Zutrauen gewinnen.
Solche Meerschweinchen stammen häufig aus sehr großen Zuchten,
wo sie ohne menschlichen Kontakt aufgewachsen sind.
Schon 1000 v. Chr. haben die Inkas Meerschweinchen als Haus- und
Nutztiere gehalten, so daß das heutige Tier auf Generationen der
Züchtung zurückgeht. Mit seinen wilden Verwandten, den Berg-,
Felsen-, und Wieselmeerschweinchen hat es nicht mehr viel gemein.
Es ist größer und schwerer als die eher rattenartig aussehenden
Wildtiere. In Europa dienen die Tiere im Gegensatz zu Peru und
Equador nicht als Fleischlieferanten. Sie werden als Haustiere
gehalten und sind seit etwa 20 Jahren auch als Zuchttiere auf
Ausstellungen zu sehen.
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